Die verlorene Zeit

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6. Kapitel
Was geschah 2020

(Abs.1)

Nachdem sie sich 'gestärkt' hatten, gingen Paul und Alexa wieder auf den Spielplatz nahe der alten Pinakothek. Paul bat sie, ihm von der Zeit der Corona-Pandemie 2020 zu berichten, von der er zuvor noch nie gehört hatte. Alexa begann zu erzählen:
"Du musst wissen, dass sich euer Land nach dem letzten großen Krieg, nach anfänglich schweren Jahren, sehr dynamisch entwickelte. Zunächst probierten wir zwei unterschiedliche Wege aus. Der eine war das Experiment mit der internen Bezeichnung 'DDR-Ost'. Den anderen nannten wir 'BRD-West'. Da wir aber die Grundelemente aus dem gleichen Datenpool entwickelten, gelang uns nie die völlige Trennung der beiden Strukturen. So mussten wir immer mal wieder einzelne Elemente in die jeweils andere Struktur kopieren. Meist geschah das von 'ost' nach 'west' und ihr habt dann bei euch in der Ebene 2 davon gesprochen, dass wieder 'einer rüber gemacht ist'. Auch die Kommunikation konnte nicht komplett unterbunden werden. So breiteten sich beispielsweise elektromagnetische Wellen in beiden Richtungen aus, wodurch jeder das Rundfunk- und Fernsehprogramm der anderen Seite hören und sehen konnte. Beim Farbfernsehen versuchten wir immerhin durch unterschiedliche Codierungssysteme (PAL u. SECAM) das zu verhindern, aber irgend ein Trottel bei uns in Ebene 1 hat ein Programm zur Umwandlung von SECAM in PAL entwickelt und in den Ost-Zweig kopiert. So entstand im Ost-Zweig durch das Werbefernsehen des West-Zweiges ein verlockendes Bild. Es war geprägt von duftendem Jacobskaffee, Tilly die nur mit Pril spülte und Meister Proper der jeden Schmutz besiegte. Da wir in einem gewissen Umfang zuließen, dass die Menschen die andere Seite des Vorhangs besuchen durften, kamen solche Produkte auch im Ost-Zweig an. Das rief dann ein noch größeres Verlangen hervor. Also richteten wir Geschäfte ein, in denen diese Waren direkt verkauft wurden. Bezahlt wurde dort mit blauen Fliesen, so nannte man die D-Mark in der Geheimsprache des Ostens. Da im Ost-Zweig der Mangel meist größer war als das Angebot, entwickelte sich ein Schwarz- und Tauschmarkt. Wollte man z.B. ein Auto kaufen und nicht 10 Jahre auf die Auslieferung warten, so gab man eine Annonce in der Tauschrubrik der Zeitung auf: "Biete blaue Fliesen - Suche Trabant oder Wartburg, möglichst ladenneu." Das klappte meist sehr schnell. Über eine schwedische Handelsfirma konnten die Menschen im Ost-Zweig auch direkt Geschenke, auch Autos, bekommen. Die mussten dann im West-Zweig direkt mit blauen Fliesen bezahlt werden. Insgesamt konnte damit aber das Defizit im Ost-Zweig nicht beseitigt werden und die Sache entwickelte sich zunehmend schwieriger. Während der West-Zweig bereits 1986 auf ein 16-Bit System umgestellt werden konnte, lief im Ost-Zweig noch das duale 2-Bit System. Das hieß z.B. in der Versorgung der Menschen, aber auch in der Wirtschaft '1 - gibt es' oder '0 - gibt es nicht'. Die Null herrschte klar vor. 1989 hatten wir dann keine Lust mehr auf diese Zweigleisigkeit und suchten nach einem Weg, wie wir das komplette System 'DDR-Ost' in das System 'BRD-West' übernehmen konnten. Da wir die Führungspersonen im System 'Ost' mit einer nicht erneuerbaren Struktur ausgestattet hatten, bei euch nannte man das Betonköpfe, mussten wir schrittweise jedes einzelne Element mit neuem Code versehen. Damit die Veränderung in Gang kommen konnte, inszenierten wir eine Pressekonferenz, in der wir die Hauptperson den bekannten Satz: "Nach meiner Meinung gilt das ab sofort. Also Unverzüglich.", sagen ließen. So konnten die ersten Elemente über das Gateway Berlin kopiert werden. Parallel dazu verbreiteten wir den Slogan 'Wir sind das Volk' und ersetzten den nach einigen Wochen durch 'Wir sind ein Volk'. Dann ging alles ganz schnell. Wir führten die blauen Fliesen als offizielles Zahlungsmittel im ganzen Land ein und nannten es von jetzt an D-Mark. Der damalige Kanzler versprach allen Menschen landesweite Blütenfeste, auf die sie sich inmitten der blühenden Landschaften freuen können. Natürlich mussten im Zuge der Umstellung auch ganze Programmteile gelöscht werden. Dafür hatten wir extra ein Unterprogramm, welches wir Treuhandanstalt nannten."

(Abs.2)
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Paul fand die Ausführungen von Alexa sehr interessant. Jetzt wollte er wissen, wie sich denn das gemeinsame Land nach der Zusammenführung entwickelte?
Darauf antwortend fuhr Alexa fort: "Bei der Umstellung haben wir natürlich auch ein paar Kleinigkeiten übersehen. So konnte beispielsweise ein Teil des 'Ost-Geheimdienstes', der auch schon davor im West-Teil tätig war, nicht gelöscht werden. Aus diesen latenten Programmteilen entwickelte sich der bis heute tätige StaSiDi. Wir haben aber die Priorität der anderen Dienste (BND, BfV und MAD) erhöht. Außerdem werden einzelne Elemente, wie z.B. beim Verfassungsschutz, regelmäßig ausgewechselt, damit keine Einwanderung vom StaSiDi erfolgen kann. Ein bekanntes Beispiel war ein gewisser Hans-Georg Maaßen, der bei einer Demonstration in Karl-Chemnitz-Stadt einfach keine Hetzjagden erkennen wollte. Das lag sicher an seiner viel zu schlechten Sehschärfe, denn er blickte immer so verkniffen durch seine kleine Brille.
Auch bei der Besetzung bestimmter anderer Positionen wurde manchmal unglücklich vorgegangen. So hatte der zuständige Programmierer bei der Installation der ersten Frau im Bundeskanzleramt nicht den kompletten Quellcode zu deren Entwicklung in der 'DDR-Ost' zur Verfügung. Folglich konnte er nicht wissen, dass es auch einen Programmteil mit dem Arbeitstitel 'IM-Erika' gab oder ob der StaSiDi hier gezielte Fehlinformationen gestreut hatte, wie an vielen anderen Stellen auch. Die Person hat dann aber über viele Jahre unbemerkt, Schleifen aus dem Programmcode 'Ost' in die gemeinsame Entwicklung eingeschleust. So entstand eine weitgehende Unterwerfung des konservativen Teils unter die radikalen Forderungen der Roten, Grünen und Linken, was die Regierungsfähigkeit total einschränkte. Es kam dadurch sogar zu einer Spaltung in der Gesellschaft und die Widersprüche verschärften sich zunehmend.
Dennoch ging es den Menschen sehr gut, obwohl auf vielen Gebieten immer noch nach 'Ost' und 'West' unterschieden wurde. Man sprach offiziell von 'Neue Bundesländer' und 'Alte Bundesländer' und inoffiziell entwickelten sich die Begriffe vom '(Jammer)Ossi' und dem '(Besser)Wessi'. So wurde für eine ganze Generation die Spaltung, zumindest in den Köpfen, aufrecht erhalten. Beispielsweise dachten die meisten Menschen im Westen, Nordwesten und Süden noch 30 Jahre nach der Vereinigung, dass nur sie den 1990 eingeführten Solidaritätszuschlag zur Finanzierung der deutschen Einheit bezahlen würden. Richtig war aber, dass auch die Menschen im Osten diesen Beitrag seit der Einführung 1990 bezahlten. So ging es auf vielen Gebieten nur langsam und schrittweise voran. Aber die Menschen gewöhnten sich aneinander und durch den vorhandenen Wohlstand waren sie sogar verwöhnt. Es entwickelte sich die vordergründige Art, dass jeder zu jedem 'gut' sein wollte. Das wurde durch die fast ungebremste Einführung der PC-Technik sogar gefördert. PC stand für 'political correctness'. Es führte dazu, dass man nur noch Dinge ansprach, von denen man wusste, dass der Gegenüber damit einverstanden ist. Wer sich nicht daran hielt, musste sofort mit 'gepfeffertem Widerspruch' rechnen. Diese Devise gab die Bundeskanzlerin persönlich heraus und nannte sie 'Meinungsfreiheit'. Die eigentlichen Ursachen dieser ganzen Entwicklung waren aber unsere Versuche auf Ebene 1, die vielen Programmbausteine zu harmonisieren.

(Abs.3)
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All diese Informationen habe ich dir gegeben, damit du die Ereignisse von 2020 bis 2021 verstehst", sagte Alexa und setzte fort:
"Was geschah nun aber im Frühjahr 2020? Von China aus breitete sich das bisher unbekannte Corona Virus nach Europa aus. Von den staatlichen Behörden wurde es zunächst als nicht sehr gefährlich eingeschätzt, um die Menschen nicht zu beunruhigen. Im Zuge dieser Verharmlosung machten die Regierungen etliche Fehler und verhielten sich zu zögerlich, was die schnelle Ausbreitung des Virus begünstigte. So veranstaltete der DFL Fußballspiele mit tausenden Zuschauern. Es wurden Fasching und Bierfeste gefeiert. Die Menschen verbrachten ihre Freizeit gemeinsam mit all ihren Freunden in Bars, Restaurants und Parks. Ihnen war ein derartiger Umgang mit dem Virus sehr lieb, stützte er doch den Glauben und den Wunsch an die Ungefährlichkeit des Virus und die Glaubwürdigkeit an die Aussagen der Politiker. An einigen Stellen wurden Meldungen über das Vorhandensein des Virus auch bewußt zurückgehalten, wie im Wintersportort Ischgl in Österreich. Trotzdem war schon zu diesem frühen Zeitpunkt klar, dass eine starke Virusausbreitung die gesamte Gesellschaft, das Gesundheitssystem und die Wirtschaft , an ihre Grenzen bringen würde.
Nun wurde auf Anraten vermeintlicher Experten (in Wahrheit oberflächlich programmierte Do-When Schleifen) ein weiterer Fehler gemacht. Es erfolgte in kürzester Zeit ein völliger Shutdown des gesamten Lebens. Ohne ausreichendes Wissen über die genauen Verbreitungswege, die besonders gefährdeten Gruppen und vor allem ohne massenhafte Tests der gesamten Bevölkerung, wurde alles auf 'Null' gefahren. Daneben unternahm man weiterhin zu wenig, um ausreichend Tests, Schutzkleidung und Atemschutz zu beschaffen. Wie in solchen Situationen üblich, führten Regierung und Experten eine Diskussion, nach der angeblich einfache Atemschutzmasken für alle Menschen nichts nützen würden. Der Grund lag allerdings auf der Hand. Es gab ja keine. Die Menschen sollten sich, wenn sie das wünschten, selbst entsprechende Masken aus Stoff nähen.
Zusammenfassend konnte man den Zustand der Gesellschaft als neurotisch bezeichnen. Deutschland als schizoide Gesellschaft. Sie wußte nicht, für welchen Weg sie sich entscheiden sollte. Das Führungspersonal wußte nicht, was es wollte, weil es selbst Angst hatte und bloß nichts riskierte. Die zwanghaften Politiker konnten nichts weniger ausstehen als Unübersichtlichkeit. Wenn selbst die Beschwörung von Ordnungsliebe und Disziplin nicht garantierte, dass die Krise bewältigt werden konnte, fielen sie selbst in einen neurotischen Zustand. Deshalb wollten sie auch keine Perspektiven entwickeln. Sie eierten herum. Zuerst ging es um den Zeitraum der Infektionsverdoppelung, dann um die Reproduktionszahl und zuletzt galt als neues Maß, es dürften täglich nur noch wenige hundert Ansteckungen dazukommen. Jede Woche wurde ein anderes Kriterium erfunden. Alles nur, um Normalität, so lange es ging, zu verbieten. Die Neurotiker befanden sich im permanenten Ausnahmezustand. Daraus entstand der größte Fehler: die Lähmung der Bürger, die Drosselung des Aufbruchs. Eine deprimierte Gesellschaft. Angststarre als Dauerzustand bei gleichzeitig völliger Zerstörung der Wirtschaft.
Trotz der wochenlangen Kontaktverbote, der weitgehenden Schließung von Geschäften und die Einschränkung des gesamten gesellschaftlichen Lebens, stieg die Zahl der Infizierten und der Totesfälle fast ungebremst an. Anfänglich hatten die Menschen die Maßnahmen mit viel Geduld hingenommen. Doch nach etwa 6 Wochen verlangten immer mehr eine Lockerung. Durch die förderale Struktur in den Bundesländern machte praktisch jedes Land sein eigenes Ding und versuchte die anderen zu übertreffen. So öffneten im Norden und Südwesten die Geschäfte und Restaurants wieder, während Bayern das 'noch nicht mitmachte'. Angestachelt durch das Staatsfernsehen rückte der Ruf nach Urlaubsmöglichkeiten immer stärker in den Vordergrund. Dem gaben auch die südlichen Bundesländer wie Bayern nach, um die Erholung ihrer Tourismusbranche zu fördern.
So entwickelte sich im Sommer und Herbst 2020 eine zweiten Welle von Infektionen. Die war deutlich stärker, als die erste und sie entwickelte sich explosionsartig. Immerhin war jetzt bekannt, das nur eine sofortige Reaktion helfen konnte. Der erneut verordnete Lockdown war stärker als im Frühjahr. Es gab totale Ausgangssperren. Nicht einmal zum Einkaufen durfte die Menschen nach draußen gehen. Täglich fuhren LKW durch die Straßen und legten Tüten mit den wenigen noch vorhandenen Nahrungsmitteln direkt von den Eingängen ab.
Für die Erkrankten in den Krankenhäusern gab es jedoch einen Lichtblick. Völlig überraschend wurde das Mittel Remdesivir, welches schon vor vier Jahren gegen Ebola entwickelt wurde, für die Coronabehandlung freigegeben. Durch den Einsatz im intensivmedizinischen Bereich konnte so die Sterberate gesenkt werden. Aber erst als fast 80% der Menschen in den Ländern Europas von der Krankheit erfasst und ein großer Teil von ihnen wieder geheilt war, ging die Pandemie langsam zurück und es gab wieder erste Lockerungen. Das war etwa in der Mitte des Jahres 2021. Die Gesellschaft befand sich da schon in einem katastrophalen Zustand. Durch die Zerstörung der Wirtschaft war die Versorgung der Menschen stark eingeschränkt. Die produzierten Nahrungsmittel reichten nicht aus. Deshalb wurden, wie nach dem letzten großen Krieg, Lebensmittelkarten für Brot, Butter und Fleisch eingeführt. Jeder konnte nur eine bestimmte Menge für den Eigenbedarf pro Woche kaufen. Auch alle anderen Artikel wurden rationiert. Wenn die Läden eine Lieferung bekamen, standen die Menschen sofort in langen Warteschlangen davor, ohne zu wissen was denn gerade geliefert wurde. Jeder der eine Schlange sah, stellte sich einfach hinten an, immer in der Hoffnung etwas abzubekommen. Besonders knapp war auch eine so einfache Sache wie Klopapier. Das wurde so sehr nachgefragt, dass es fast Währungstatus erlangte. Teilweise wurden unter der Hand sogar Klopapier gegen Fernseher und Autos getauscht.
Natürlich stieg auch die Kriminalität an. Es kam häufig zu Schlägereien, wenn die gelieferten Waren in den Geschäften nicht für alle reichten. Besonders vorsehen musste man sich, vor ausländisch sprechenden, vollverschleierten Schlägertruppen, die nicht lange fackelten und auch schnell ein Messer zückten. Damit wollten die nicht das Brot in zwei Hälften schneiden und teilen. Auch die Einbruchsrate ging steil nach oben. Jeder tat gut daran, im Keller oder am besten an einem geheimen Ort, eine Aufbewahrungsstelle für einen Notvorrat anzulegen und ihn möglichst vor Diebstahl zu schützen (Fußeisen, Elektrofallen, u.s.w.). Diese Verrohung in der Gesellschaft verlangte letztlich das Eingreifen vonseiten der Ebene 1. Aber wie? Ein Backup war dringend erforderlich. Wir suchten noch nach einem Weg, wie wir bei einem evtl. Fehler das Ganze, auch in einem fortgeschrittenen Stadium, erneut 'reparieren' könnten.

(Abs.4)
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Bei einem unserer wöchentlichen, historischen Filmabende wurde zufällig der Film 'Und täglich grüßt das Murmeltier' von 1993 aufgeführt. Das brachte einen Programmierer auf die Idee, genau so vorzugehen. Von allen Abteilungen waren To-Do Listen zu erstellen, bei denen die zeitlichen Ereignisse in einer Excel-Tabelle eingetragen wurden. Über der linken Spalte stand 'löschen' und über der rechten 'übertragen'. So ist uns die Systemwiederherstellung mit der gewünschten Selektion recht gut gelungen. Damit wir bei Bedarf aber auch die gelöschten Informationen von Ebene 2 bei uns auf Ebene 1 wieder abrufen konnten, wurde ein Archiv mit der Bezeichnung 'Die verlorene Zeit' angelegt."
Paul war von all dem, was er da gehört hatte regelrecht erschöpft. So als hätte er an einem 10.000 Meter-Lauf teilgenommen. Er schlug vor, dass sie beide zu seiner Wohnung gehen, um den schönen Sommerabend noch ein wenig zu genießen. Dort gab es noch einen alkoholfreien Drink nach dieser eigenartigen Mixtur und sie setzten sich auf den kleinen Balkon, auf den die Abendsonne schien. Alexa genoss die warmen Sonnenstrahlen. Dabei wurde sie von Paul beobachtet. Er fand, dass sie wunderschön sei und fasste all seinen Mut zusammen, um Alexa zu fragen, ob sie denn auch schon etwas für ihn empfinde. Diese antwortete darauf mit 'Ja', was Paul sehr freute. Aber sie ergänzte sofort wieder: "Erwarte bitte noch nicht zu viel. Erst muss die Mission erfüllt sein. Denn wenn es davor zu einer Annäherung zwischen uns kommt, vielleicht sogar mit dem Austausch von Körperflüssigkeiten, dann wäre das, wie die Installation eines Unterprogramms aus Ebene 2 in Ebene 1."

(Abs.5)
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Wie unromantisch das klang. Und Alexa fuhr gleich fort: "Wir müssten dann u.U. die Variante 'Zurück in die Zukunft' anwenden. "Wie bitte?", fragte Paul. "Na ja, du kennst doch sicher die Szene in dem Film, in der Marty McFly seinen Vater trifft, der gerade seine Mutter als junges Mädchen kennenlernt. Als diese aber Marty sah, verliebte sie sich in ihn, statt in seinen Vater und es kostete Marty einige Anstrengung, das wieder rückgängig zu machen, da er ja sonst gar nicht geboren worden wäre. Nach dem gleichen Prinzip müsste eine zu frühe Annäherung bei uns ebenfalls 'zurück gedreht' werden." Paul wollte darüber gar nicht näher nachdenken. Das einzige, was ihm an Alexas Worten Hoffnung gab, war - 'bei einer zu frühen Annäherung'.
Sie verabredeten noch, dass Alexa ihm morgen einige Inhalte aus dem Archiv der gelöschten Zeit zeigen würde und dann legten sie sich schlafen.

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