Picopad
vom tschechischen
Hersteller Pajenicko

Im Februar 2026 begegnete mir das Picopad im Internet erstmals (siehe Bild oben). Wie der tschechische Hersteller
Pajenicko in seinem Shop schreibt, handelt es sich um eine Open Source Spiele-Konsole auf Basis des Pico RP2040 W. Sie wird als
Fertiggerät und als kompletter Bausatz angeboten. Der Hersteller hat eine Platine
entwickelt, auf der alle Bauelemente wie (mitgelieferter) Pico RP2040 W, LCD-Display (240x320 Pixel), sowie Taster, Lautsprecher, Schalter,
LED's, SD-Kartenslot und LiPo-Akku Platz finden. Ich habe für meine ersten Tests den Bausatz bestellt, da mir sofort klar war, dass der
Pico RP 2040 W auch gegen andere Pico's ausgetauscht werden kann. Die mögliche WLAN-Funktionalität stand bei mir gerade nicht im
Vordergrund. Stattdessen nutze ich einen RP2350-plus von Waveshare. Das ist der MC des Pico 2 mit 16 MB Flash,
Lademanagement und - für mich wichtig - USB-C Buchse.
Der Preis für den originalen Bausatz betrug ca. 34 Euro, so dass ich mit Versand bei etwa 40 Euro lag. Das Fertiggerät liegt bei ca.
56 Euro. Dafür ist aber ein Multiprogramm mit 16 Spielen auf dem Picopad vorinstalliert, so dass man es sofort als Spielkonsole nutzen
kann. Der Bausatz wurde sehr schnell geliefert. Alles war gut verpackt und vollständig. Auf der Internetseite
Pajenicko.cz findet
man entsprechende Informationen und
eine Bauanleitung mit
Schritt-für-Schritt Erläuterungen und einem Video. Durch die externen Anschlussmöglichkeiten für I2C, UART und ADC ist das
Gerät auch für den Anschluss von Sensoren sehr gut einsetzbar. Bei den externen Anschlüssen gibt Pajenicko auch die GPIO's an.
Wenn man aber beim Schreiben eigener Programme nicht die SDK vom Hersteller verwenden will (es handelt sich um eine Eigenentwicklung, die z.T.
von anderen Produkten stark abweicht, z.B. die Pins für das Display und die Tasten) fehlte mir eine Auflistung der Pin-Outs auf der
Internetseite von Pajenicko. Diese habe ich dann zwar im Datenblatt von Pajenicko als pdf-Datei in deren Github-Repository entdeckt und
gebe sie
deshalb hier für andere Nutzer weiter.
Nach meiner Einschätzung sind die Eigenschaften und die Qualität des Picopads geeignet, um anderen Picoprodukten wie dem Pimoroni Explorer
oder Pico Explorer Base, dem JOY-IT Explorer Board oder auch dem PicoBoy-Color von Funduino starke Konkurrenz zu machen.
Wenn Sie schon ein Picopad mit dem originalen Pico RP2040 W besitzen, können Sie hier als kleines 'Ostergeschenk' die Datei
herunterladen und auf das Picopad im Boot-Sel Modus übertragen.
Ich habe auch ein Github-Repository zum Thema 'Picopad' eingerichtet, dass Sie unter
https://github.com/OttoReuter/Picopad finden.
Dort befinden sich erste kleine Projekte. Z.B. zur Inbetriebnahme des Displays und Testen der Button in CircuitPython und drei kleine Anwendungen
für die Arbeit in der Arduino-IDE.